Willkommen bei der Gemeinde Dellach
Die Gemeinde Dellach im Gailtal


Wappen der Gemeinde Dellach

Urkunde zur Wappenverleihung:

Die Kärntner Landesregierung verleiht hiemit aufgrund des § 5 Abs. 1 der Kärntner Allgemeinen Gemeindeordnung 1982, LGBL 8/1982 der Gemeinde Dellach das Recht ein Wappen mit folgender Beschreibung zu führen:

„In Gold ein blauer schräglinker Wellenbalken, oben begleitet von einer blauen Lilie, unten von einem blauen Bergwerkszeichen.“
Die Fahne zeigt die Farben Gelb-Blau mit eingearbeiteten Wappen.

Klagenfurt, am 1. Juni 1983

Für die Kärntner Landesregierung:

(Max Rauscher)
Landesrat

Auszug aus einem Artikel zur Wappenverleihung an die Gemeinde Dellach:

Das Wappen wurde am 20. November 1983 durch Landesrat Max Rauscher offiziell übergeben.
Die Entwürfe des Wappen wurden von Herrn Exax, Graphiker in Klagenfurt entworfen und vom Landesarchiv begutachtet und erarbeitet. Der Gemeinderat hat die Auswahl aus den Entwürfen getroffen und auch entsprechend begründet:
Das Wappen ist mit goldenem Grund gehalten. Ein wellenförmiger Balken versinnbildlicht die die Gemeinde durchfließende Gail. Im linken oberen Feld ist die Porcia Lilie und erinnert an die dominierende Herrschaftsgeschichte über das Gemeindegebiet. Im rechten unteren Feld sind zwei gekreuzte Hämmer als Gewerkezeichen, die auf den Bergbau und Erzverarbeitung in der Vergangenheit hinweisen. Der Wellenbalken, die Porcia Lilie und das Gewerkezeichen sind in blau ausgeführt.


18.11.2021

DAS GEZÄHE (gekreuzte Hämmer)

Die Begründung des Gemeinderates bedarf einer Ergänzung.

Vom Dachverband der österreichischen Berg-, Hütten- und Knappenvereine, Generalsekretär Johann Kugi, wurde uns folgende Ergänzung übermittelt:

Unter „Gezähe“ versteht man allgemein das Werkzeug des Bergmannes, dass passend je nach Gewerken und Gruben sehr vielfältig war. Im gegenständlichen Falle handelt es sich um „Schlägel“ und „Bergeisen“, die in gekreuzter Form das ZUNFTZEICHEN DES BERGBAUES bilden. Dieses Zunftzeichen wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt und am Stolleneingang angebracht.
Seit dem Beginn des 16. Jahrhundert ist es als „Bergmannswappen“ gebräuchlich, in dem die beiden Werkzeuge in Form eines Andreaskreuzes angeordnet sind, so wie sie der Bergmann nach der Arbeit ablegen würde.
Das in der linken Hand gehaltene Eisen ist mit dem Griffholz nach links, und dem Spitzeisen nach rechts ausgerichtet und der mit der rechten Hand geführte Schlägel, mit dem das Eisen auf das loszubrechende Gestein geschlagen wird, weist mit dem Stiel nach rechts und den Kopf nach links oben.
Gerade in der Dunkelheit war diese Anordnung wichtig, um das Werkzeug richtig in die Hand aufnehmen zu können. (Quelle: Eberhart Wächter „Mit Schlägel und Eisen“)
Gezähe leitet von gizauun, gizawa ab und bedeutet Gelingen!
Es wird daher empfohlen, den Begriff GEZÄHE in der montanistischen Sprache allgemein zu verwenden, da es der bergmännischen Tradition entspricht.


Josef Gruber
bergmännischer Musikbeirat